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Festgeld anlegen – nach wie vor eine gute Sparanlage?

Chris Grundy
03.01.2017

Zu Weihnachten haben die meisten bestimmt wieder eine schöne Weihnachtskarte mit ein paar Geldnoten erhalten. Zugegebenermaßen sind Geldgeschenke unter dem Weihnachtsbaum nicht unbedingt die persönlichsten Geschenke, doch wir sind uns alle einige, dass sie sehr nützlich sind, da sie uns Entscheidungs- und Investitionsfreiheit ermöglichen. Vielleicht sind es sogar mehrere Umschläge mit einer beträchtlichen Summe Bargeld geworden, sodass es sich eventuell lohnt über eine Sparanlage nachzudenken.

Lukrative Geldanlagen

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Forsa aus dem Jahre 2015 halten Investoren folgende Geldanlagen für die lukrativsten:

  • Gold
  • Aktien
  • Fonds
  • Festgeld
  • Anleihen

Als einfachste Möglichkeit kannst Du das Ersparnis als Tages- oder Festgeld anlegen, denn dafür ist kein umfangreiches Fachwissen nötig. Anders ist es bei Aktien, Fonds und Anleihen, denn hierfür sollte man sich ausführlich informieren in welche Fonds und Aktien man letztendlich investiert. Gold ist selbstverständlich eine weitere einfache Alternative, jedoch müssen die Goldbarren zunächst erworben und anschließend in einem Banktresor aufbewahrt werden.

Lediglich 7% der Befragten hielten Festgeld anlegen für eine lukrativste langfristige Geldanlage. Aufgrund des Niedrigzinsniveaus ist diese Form der Geldanlage seit dem Jahre 2011 kontinuierlich uninteressanter geworden.

Festgeld anlegen: Wie sieht das Zinsniveau aus?

Investor Marc Faber kritisiert die Gelddruckmanie, wodurch seit 2011 die Zinsen für Geldanlagen kontinuierlich gefallen sind. Es ist für Investoren nicht mehr lukrativ größere Summen Geld für längere Zeit anzulegen und gleichzeitig keinen Zugang zum Kapital zu haben. Für eine Geldanlage auf einem Tagesgeldkonto erhält der fleißige Sparer durchschnittlich nur 0,8%, und möchte er Festgeld anlegen erhält er im Durchschnitt sogar mit nur 0,7% noch weniger.

Das beste Angebot für eine Tagesgeldanlage ist aktuell ein Zinssatz von 1.2% bei der italienischen Bank KeyProject mit TÜV-zertifiziertem Online-Banking und deutschem Kundenservice, und der Volkswagenbank mit 1.1%. Sollte man sein Kapital als Festgeld anlegen, bietet die Addiko Bank bei einer einjährigen Anlage einen Zinssatz von 1.3%, und die kroatische Bank Banka Konvanica bei einer Laufzeit von 3 Jahren 1.8%, und die portugiesische Bank Banco BNI bei einer Laufzeit von 3 Jahren 1.75% und bei 5 Jahren 1.95%. Den höchsten Zinssatz bei einer Laufzeit von 10 Jahren erteilt die kroatische Bank Vaba Banka mit 2.5%.

Merkmale eines Festgeldkontos

Festgeld anlegen galt jahrelang als die sicherheitsbewusste Geldanlage ohne Risiko. Doch die Zeiten haben sich geändert, da seit 2011 die Zinsen kontinuierlich sinken. Unter Festgeld versteht man im Allgemeinen eine mittel- bis langfristige Geldanlage, bei welcher Laufzeit und Zinssatz verbindlich festgelegt werden. Der bedeutende Nachteil des Festgeldkontos gegenüber dem Tagesgeldkonto besteht im Zugriff des Geldes, denn dieses ist erst nach Laufzeitende wieder für den Anleger verfügbar.

  • Üblicherweise ist das Festgeldkonto kostenlos
  • Die Laufzeiten betragen 1 Monat bis 10 Jahre
  • Mindestbetrag ist bei vielen Banken 500€ oder 2.500€
  • Zinsen sollten höher als beim Tagesgeldkonto sein
  • Der Zinssatz sollte über die Laufzeit garantiert sein
  • Kein Risiko wie bei Aktien, Fonds und Anleihen

Worauf muss ich beim Festgeld anlegen achten?

Kurzfristig hohe Zinsen

Die Zinsen für Tages- und Festgeld hängen, nicht wie oftmals angenommen, von Anleiherenditen oder dem EZB-Leitzins ab, sondern richten sich nach den Geldmärkten, auf welchen sich die Banken gegenseitig Geld leihen. Jedoch kann der Zinssatu auch von der individuellen Situation der betroffenen Bank abhängen, d.h. ist eine Bank neu eröffnet worden, versucht sie zunächst Kunden zu werben, indem sie besonders hohe Zinsen anbietet. Solche Angebote sind kritisch zu betrachten, da die Zinsen ebenso schnell wieder sinken können.

Die langfristige Anlagefalle

Möchte man sein Kapital als Festgeld anlegen, dann sind hohe Zinsen oftmals an lange Anlagezeiten geknüpft. Anfangs mögen jene „hohen Zinsen“ noch verlockend aussehen, doch bevor der Anleger sich versieht kann er bereits über Jahre hinweg an die Geldanlage gebunden sein, und sich über niedrige Zinsen ärgern während bessere Anlegealternativen auf dem Finanzmarkt erscheinen.

Ist Festgeld anlegen wirklich sicher?

Durch gewisse Einlagesicherungssysteme ist das Kapital bei einer Festgeldanlage geschützt. Diese Einlagesicherung garantiert im EU-Raum eine Entschädigung in Höhe von 100.000 Euro, falls die Bank Insolvenz anmeldet. Darüber hinaus verfügen einige Banken über eigene Sicherungssystem, die eventuell höhere Summen schützen.          

Möchte man sein Festgeld anlegen, aber höhere Zinsen erwirtschaften, muss man sein Kapital im außereuropäischen Ausland anlegen. Jedoch ist es ratsam sich vorher abzusichern und zu überprüfen, was im Falle einer Bankenpleite geschieht. Wer es weniger risikoreich mag, dem bietet die gesetzliche Einlagesicherung der EU eine Absicherung und gleichzeitig Zugang zum europäischen Finanzmarkt.

Laufzeit bestimmt das Zinsniveau

Es ist nicht schwer zu erkennen, dass eine lange Laufzeit automatisch zu einem höheren Zinsniveau führt. Je länger man letztendlich der Bank das Kapital überlässt, desto höher fallen die Zinsen aus. Bei vorzeitiger Kündigung, wohlgemerkt einer Kündigung ohne „wichtigen Grund“ (vgl. § 314 BGB), droht der Verlust der Zinszahlungen und es können zusätzlich Gebühren berechnet werden.

Tipp: Festgeld lohnt sich erst ab einer Laufzeit von 3 bis 5 Jahren, denn bei Laufzeiten unter 3 Jahren ist die Zinssatzdifferenz zwischen Tagesgeld und Festgeld so gering, dass sich vielmehr ein Tagesgeldkonto als ein Festgeldkonto lohnt. Anders zum Festgeld behält man hier jedoch weiterhin den Zugang zum Kapital.  

Hohe Anlagesumme notwendig

Bei Zinsen zwischen 1.2% und 2.5% ist es verständlich, dass die Anlagesumme relativ hoch sein muss, damit sich Festgeld anlegen überhaupt lohnt. Legt man 10.000€ bei einem Zinssatz von 1.8% für 3 Jahre an, erhält man 549,78€ Zinsertrag. Beim selben Betrag erhält man bei einer Laufzeit von 5 Jahren und 2% 1000€.

Wählt man nun den fiktiven Betrag 100.000 €, erhält man nach 3 Jahren bei einem Zinssatz von 1.5% 4.500€ und nach 5 Jahren bei 2% 10.000€. Problematisch wird es allerdings wenn, Banken die Anlagesumme begrenzen und für höhere Anlagebeträge keine Zinsen mehr zahlen möchten.

Festgeld anlegen: Für wen lohnt es sich?

Festgeld anlegen ist für all diejenigen interessant, die für einen längeren, vorab bestimmten Zeitraum, auf ihr Kapital verzichten können und keinen Zugang dazu benötigen. Im Vergleich zu vielen anderen Geldanlagen wie Fonds, Aktien und Anleihen, ist Festgeld anlegen eine nahezu risikofreie Angelegenheit. Durch die gesetzliche Einlagesicherung ist das Festgeld relativ gut gesichert, und somit zählt Festgeld anlegen zu den sichersten Anlageformen.  

Festgeld anlegen: Die Vorteile im Überblick

  • Hohe Sicherheit mit nahezu 0 Risiko
  • Feste Laufzeiten und Zinsen
  • Kündigung aus „wichtigem Grund“ ohne Zinsverlust

Möchtest Du jedoch höhere Zinsen erzielen, dann solltest Du in Festgeld in ausländischen Währungen außerhalb der Euro-Zone investieren.

Bitcoin anlegen – die lukrative Alternative

Durch niedrige Zinsen innerhalb der letzten Jahre sind bei vielen klassischen Geldanlagen die Rendite gesunken und Festgeld anlegen ist nicht mehr gleichermaßen lukrativ wie es das noch vor rund 7 bis 10 Jahren war. Das Niedrigzinsniveau von 1.3% bis maximal 2.5% bei sehr langen Laufzeiten macht eine Geldanlage erst ab einer Laufzeit von 5 bis 10 Jahren und Summen ab 50.000€ interessant. Doch welcher Investor legt gerne sein Geld für 10 Jahre an, und verliert dadurch den Zugang zu seinem Kapital? Bei Laufzeiten von 10 Jahren besteht ein unkalkulierbares Zinsrisiko, und während dieses Zeitraums könnten sich lukrativere Anlagemöglichkeiten ergeben.

Diversifikation ist der Schlüssel zum Erfolg

Nichtsdestotrotz ist eindeutig klar, dass Festgeld anlegen für all diejenigen die richtige Wahl ist, die keinerlei Risiko eingehen möchten, und bewusst zugunsten der Sicherheit auf höhere Rendite verzichten. Doch auch hier ist es, wie bei allen Anlageformen, nicht empfehlenswert das gesamte Kapital auf eine Karte zu setzten. Jeder Anleger und Investor weiß, dass Diversifikation das A und O für erfolgreiche Investitionsgeschäfte ist. Für all diejenigen, die bereit sind ein wenig risikoreicher anzulegen, bietet der Finanzmarkt zahlreiche Investitionsmöglichkeiten.

Du möchtest höhere Rendite einfahren und bist bereit Dein Anlageportfolio zu diversifizieren? Dann könnte eine Bitcoin-Anlage das richtige für Dich sein.

Zugriff auf einen globalen Markt mit hohen Zinsen

Bei Bitbond handelt es sich um eine P2P Kredit Lending Plattform, welche als Vermittlungsplattform zwischen privaten Investoren und Kreditnehmern fungiert. Ein zentraler Aspekt, der Bitbond zu einer attraktiven Alternative als Geldanlage werden lässt, ist die Verwendung von Bitcoins für alle Kreditvermittlungsaktivitäten. Durch den Einsatz der Bitcoin kann Bitbond global, bankenlos und unabhängig agieren, somit hat Bitbond gegenüber traditionellen Kreditvermittlern und Anlagemöglichkeiten attraktive Vorzüge:

  1. Investoren können auf einen globalen Markt mit höheren Renditen zugreifen
  2. Der Bitcoin ist weltweit einsetzbar
  3. Alle Transaktionen erfolgen bankenlos
  4. Es wird kein Wohnsitz oder Bankkonto in Deutschland benötigt.

Der Zugang zu einem globalen Finanzmarkt ist insbesondere für Unternehmen und Investoren interessant, die über die Grenzen Deutschlands und Europas hinaus investieren möchten.

Bitbond: Höhere Rendite bei 0% Gebühren

Bei Bitbond können Anleger manuell oder mithilfe der AutoInvest-Funktion entscheiden, welche Projekte sie finanzieren möchten. Kommt es jedoch zur Finanzierung entstehen für den Investor keine Gebühren. Die jährlich zu erwartenden Rendite bei Bitbond liegen bei 10% bis 13% . Ferner haben die Kreditnehmer die Möglichkeit zu entscheiden in welcher Währung ihr Kredit denominiert sein soll. Dabei ist ein reines Bitcoin-Darlehen möglich, oder die Festlegung des Wertes in US-Dollar – alle Zahlungen erfolgen dann im jeweils aktuellen Bitcoin-Gegenwert.  Möchtest Du mehr zum Thema „Bitcoins investieren“ erfahren? In vielen weiteren Artikeln auf unserer Seite erhältst Du detaillierte Hintergrundinformationen zu diesem Thema!  

Fazit – Festgeld anlegen

Wir hoffen, dass wir Dir anhand unseres ausführlichen Berichts einen guten Einblick in das Thema „Festgeld anlegen“ bieten konnten. Abschließend lässt sich sagen, dass Festgeld anlegen mit Sicherheit eine der sichersten Geldanlagemöglichkeiten des Finanzmarktes ist. Jedoch muss betont werden, dass Festgeld anlegen lediglich bei langen Laufzeiten mit hohen Anlagebeträgen ein halbwegs lukratives Anlagegeschäft mit akzeptablen Zinserträge ist. Für all diejenigen, die mit ihrem Kapital arbeiten möchten, und höher Rendite erzielen möchten, ist dieses Anlagemodell nicht unbedingt die ideale Wahl.

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