12 Minuten

Was ist EOS? | Alles was Du wissen musst

Chris Grundy
25.05.2018

EOS: Ein Unternehmen auf den Cayman Islands mit einer Milliarde Token und einer revolutionären Idee. Brendan Blumer und Daniel Larimer haben die Vision mit EOS.io die weltweit leistungsfähigste Infrastruktur zu erschaffen, auf der dezentrale Applikationen laufen. Der EOS-Token ist schon seit einer Zeit im Umlauf und derzeit mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 14 Milliarden Dollar einer der 5 größten Kryptowährungen.

EOS – ein starkes Operating System

EOS – ein Operating System, das eine viele schnellere Blockchain als Bitcoin und andere Projekte bekommen soll. Somit ist EOS ein großer Herausforderer von Ethereum und Co: Eine Plattform, die aktuell bestehenden Probleme der bisherigen Technologienlösen soll. Bekannt wurde die Firma vor allem durch den Slogan „Wir dezentralisieren Alles“, mit welchem sie vor ihrem Initial Coin Offering (ICO) auf sich aufmerksam machte. Doch was steckt tatsächlich hinter EOS? Welche Ziele verfolgt EOS und vor allem welches Potential birgt es? Was hat es mit dem EOS.io Konsensus-Algorithmus „Delegated Proof of Stake“ auf sich? In unserem folgenden Artikel möchten wir Dir Antworten auf all diese Fragen geben.

Wofür steht EOS?

EOS wurde im Juni 2017von dem Unternehmen Block.onegegründet und ist zum einen eine Kryptowährung und zum anderen eine allgemeine Plattform für Blockchain-basierte Anwendungen. Die Entwickler von EOS betrachten das System als Neu- oder Weiterentwicklung von Ethereum. Eos, auch der Name der Göttin der Morgenröte in der griechischen Mythologie, steht für Neuanfang.EOS richtet den Fokus auf die Implementierung eines Gesamtsystems, das nicht nur Raum für eigene Tokens, sondern auch SmartContracts für andere Währungen und Blockchain-Ökologienbietet.Die Entwicklungsumgebung namens Dawn, die nicht nur passend zu EOS benannt wurde, soll Entwicklern zukünftiger Kryptowährungen ermöglichen, eigene Systeme als Tokens auf der EOS-Blockchain zu implementieren.

Ethereum und EOS

Die EOS Kryptowährung hat ähnliche Ziele wie Ethereum: Beide konzentrieren sich auf die Entwicklung einer auf der Blockchain basierenden Plattform. Die Blockchain ist die Software, die hinter der Kryptowährung steht. Als Datenbank zeichnet sie alle Transaktionen mit Kryptowährungen auf. Eine weitere Ähnlichkeit zu Ethereum sind die Smart Contracts. Hierbei handelt es sich um automatische Verträge, die ohnezusätzliche Kontrolle Dritter bei bestimmten Bedingungen ausgeführt werden.

Unterschiede zwischen Ethereum und EOS

Ethereum basiert auf dem einfachen Proof-of-Stake-Algorithmus, wohingegen EOS bereits einen Schritt weiter ist und Transaktionen mittels „Delegated Proof-of-Stake“ validieren will. Beim Proof-of-Stake müssen die Anwender Coins der Kryptowährungen selbst besitzen, um eine Transaktion auf der Blockchain validieren zu können. Beim Delegated Proof-of-Stake wählen die Mitglieder Zeugen, welche die Transaktionen wiederum validieren. Dieser Algorithmus macht die Blockchain sicherer diejenigen,die auf Proof-of-Stake oder Proof-of-Work basieren. Ein weiterer attraktiver Vorteil ist, dass die Transaktionen der Kryptowährung vollkommen kostenlos sein sollen. Jedoch besteht beim Delegated Proof-of-Stake auch die Befürchtung, dass eine Gruppe von Einzelpersonen die Kontrolle übernehmen könnte bzw. zu einflussreich sind.

Was ist EOS anders?

Im Grunde genommen handelt es sich bei EOS um eine Blockchain-Technologieplattform, sozusagen ein Open-Source-Betriebssystem für Blockchain-Anwendungen beziehungsweise dezentrale Apps (dApps). Einer der Hauptkritikpunkte an der Bitcoin- und Ethereum-Blockchain ist vor allem deren Langsamkeit.

Man geht davon aus, dass sie in Zukunft nicht in der Lage sein werden, die erhöhte Nachfrage und die damit einhergehenden Transaktionen bewältigen zu können. Insbesondere dann, wenn Millionen an dezentralen Applikationen auf ihnen laufen sollen. EOS.io soll hingegen Millionen an Transaktionen pro Sekunde handhaben, und das sogar bei geringen Kosten. Anders als beim Bitcoin werden Coins bzw. Token nicht gemint, sondern wurden schon geschaffen. Dadurch werden die hohen Energiekosten, die beim Mining entstehen, vermieden.

Wie sieht EOS in der Praxis aus?

Theoretisch könnte jede App eine denkbare dApp auf EOS.io sein. Eine Anwendung, die Nutzern einen Dienst anbietet und die notwendigen Transaktionen auf der EOS.io-Blockchain abwickelt. Dabei geht es um jegliche Transaktionen, die von A nach B gesendet werden (Zahlungen, Likes etc.).

Wie funktioniert EOS?

EOS soll als Operating System folgende Features haben:

✔ EOS soll sich um kryptographische Prozesse kümmern und Autorisierungen übernehmen. Dies ist für Entwickler besonders interessant, denn dadurch können sich diese auf ihr Business-Vorhaben und ihre Produkte konzentrieren, ohne sich mit der Kryptologie auseinandersetzen zu müssen. Beschädigte Anwendungen können eingefroren und repariert werden.

✔ EOS stellt dApps eigene Datenbanken bereit, deren Daten auf verschiedene Art und Weise sortierbar sind. Somit ist eine Erleichterung der Datenanalyse und -verarbeitung möglich.

✔ Ferner hat EOS ein integriertes User-Management, wobei dessen Accounts mitunterschied–lichen Rechten versehen werden können.

✔ Skalierbarkeit: EOS kann Tausende an dezentralen Apps unterstützen. EOS genehmigt die parallele Ausführung asynchroner Kommunikation – demzufolge kann Steem und Bitshares parallel auf der Plattform ausgeführt werden. EOS ist in der Lage die Authentifizierung von der Ausführung zu trennen.

✔ Fairness: Die EOS-Token haben keinen festgelegten Preis, denn der Token-Preis wird von der Marktnachfrage bestimmt. In gewisser Maßen ahmt dies das Mining nach, aber verschafft großen Abnehmern keine Vorteile. Demzufolge ist es ein demokratisches System.

✔ Verteilung: Die EOS-Token sollen über einen Zeitraum von 341 Tagen verteilt werden. Somit hat die Community genügend Zeit sich mit dem EOS-Projekt vertraut zu machen. Seit November 2017 sind nun 844 Millionen EOS bei einem Gesamtangebot von 1,2 Milliarden EOS am Zirkulieren.

Welche Probleme möchte EOS lösen?

Das ursprüngliche Ziel von EOS war es, Marktanteile von Ethereum zu übernehmen sowie eine skalierbare Blockchain mit einer verbesserten Nutzerfreundlichkeit für größere Unternehmen zu schaffen. Anders als Ethereum basiert EOS jedoch auf einem verteilten Konstrukt, das wie ein Betriebssystem funktioniert und Entwickler Applikationen erstellen lässt. Das Ziel von EOS ist es, eine Blockchain zu entwickeln, die Verwendung für kommerzielle Zwecke hat. Alle heutigen Blockchains, inklusive der Bitcoin-Blockchain, besitzen zwar eine relativ gute Skalierbarkeit und Solidität, stoßen aber an ihre Grenzen und weisen bedenkliche Schwächen auf.

Obschon sie eine große Anzahl an Transaktionen bewältigen können, sind sie relativ langsam. Außerdem sind die Gebühren hoch und die Rechenleistungen enorm. Eine erhöhte Nachfrage und begrenzte Rechenkapazität lässt vermuten, dass sie zukünftig den Ansprüchen nicht mehr gewachsen sind. Das Unternehmen EOS ist der Meinung, dass für Unternehmen wie eBay, Uber, AirBnB und Facebook eine Technologie notwendig ist, die Millionen an aktiven Nutzern verwalten kann.

Welche Vorteile bietet EOS?

Wesentliche Vorteile der Plattform sind ihre Skalierbarkeit, Flexibilität, Geschwindigkeitund Sicherheit. Durch die Trennung der Authentifizierung von anderen Prozessen, ermöglicht EOS die Ausführung von tausenden Apps. Nimmt man nun die klassische Transaktion, bei der das Guthaben des Senders verringert wird und sich das Guthaben des Empfängers erhöht, sieht die Trennung der Prozesse wie folgt aus:

  • Die Authentifizierung ist die Validierung der Signaturen (durch Anhängen des Blocks)
  • Die Prozesse sind die Minderung bzw. Erhöhung des Guthabens.

Darüber hinaus bietet der Algorithmus des Delegated Proof-of-Stake ein höheres Maß an Sicherheit. Ferner können fehlerhafte Apps eingefroren und repariert werden, was wiederum für Entwickler sehr interessant ist.

Was sind EOS-Token?

Der EOS-Token trägt den gleichen Namen wie die Plattform. Das System berechnet keine Gebühren, sodass die Token nicht „verbraucht“ werden. Besitzt man 1% der Token, hat man das Recht auf 1% Rechenleistung, 1% der Bandbreite und 1% des Speicherplatzes. Demzufolge muss man für die Implementierung von dApps zunächst eine gewisse Anzahl an Token erwerben, um das Projekt durchführen zu können.

Wo kann ich EOS-Token kaufen?

EOS-Token können im europäischen Raum nur mit etwas Mühe und über Umwege erworben werden. Um EOS-Token kaufen zu können, benötigt man Litecoin, Bitcoin oder Ethereum, denn ein direkter Kauf ist nicht möglich. Hierfür kannst Du auf Coinbasezunächst die entsprechenden Währungen kaufen und später handeln. Als nächstes benötigst Du einen Account auf Binance, wo Du anschließend Deine Ethereum, Bitcoin oder Litecoin von Coinbase sendest. Im Anschluss daran kannst Du Deine Kryptowährungen in EOS tauschen. Möchte man nun seine EOS sicher aufbewahren, kann man sich das Wallet „Exodus“ als EOS Wallet zulegen.

Prognosen für EOS

Als die Kryptowährung EOS erstmals im Juli erschien, notierte sie einen Wert von etwa 1 bis 2 Euro. In der Anfangsphase zeigte sich der Kurs sehr volatil und verzeichnete bereits an einem Tag starke Schwankungen. Nichtsdestotrotz zeigte der EOS Coineinen guten Einstieg und überraschte wenig später mit einem Höhenflug von 5 Euro. Doch nach einem Hoch ließ das Tief nicht lange auf sich warten und der Kurs verzeichnete einen Wert von 1,50 Euro und sank im August sogar bis auf 50 Cent ab. Dies zog sich bis in den Oktober, sodass viele Investoren bereits alle Hoffnung aufgegeben hatten. Just in dem Moment als die Enttäuschung der Anleger am größten war, wendete sich das Blatt und EOS stieg auf 2,50€. Auch im Dezember legte er zusammen mit dem Bitcoin einen Hürdensprung nach dem nächsten hin und stand zwischenzeitlich einmal bei rund 16€ und pendelt aktuell bei 15€.

Quelle: Coinmarketcap EOS

EOS im Jahr 2018

Im Laufe des letzten Jahres war EOS starken Kursschwankungen ausgesetzt und auch in diesem Jahr sind die Prognosen sehr schwierig. In den letzten Monaten verzeichnete EOS in der Tat einen massiven Aufschwung und steht aktuell bei einem Kurs von 18,00$. Doch es ist ungewiss, ob sich der Kurs der Kryptowährung halten kann, steigt oder sogar wieder fällt. Obwohl EOS bereits für positive Überraschung gesorgt hat, kann der Kurs auch wieder fallen. Demzufolge besteht keine Garantie für zukünftige Spekulationen. Nichtsdestotrotz hängt der Erfolg auch davon ab, was die Zukunft für EOS bringt. Das Potential ist mit Sicherheit vorhanden, jedoch stellt sich auch die Frage, ob die gemachten Versprechen tatsächlich von EOS umgesetzt werden. Wie gut wird dieses Betriebssystem wirklich sein?

EOS und die Zukunft

Man geht davon aus, dass die Plattformen von Ethereum und Bitcoin den Anforderungen der Zukunft nicht mehr gewachsen sein werden. Die Kapazität an verarbeitbaren Transaktionen müsse enorm erhöht werden, um für die Zukunft bereit zu sein. Bereits 2017 hatten die CryptoKitties bewiesen, dass das Ethereum-Netzwerk beachtlich langsamer wird, sobald sich die Nachfrage erhöht. Obwohl Bitcoin die Vision einer Distributed Ledger Technologie weit voranbrachte und Ethereum bewiesen hat, dass es für dApps einen Bedarf gibt, geht EOS einen Schritt weiter. Sie bietet den dAppsdurch Ihre Skalierbarkeit vor allem Raum für Wachstum, was wiederum für die Zukunft essentiell ist.

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