12 Minuten

Neue eBay Gebühren – Das musst du beachten!

Chris Grundy
25.03.2016

Sicherlich ist dies nichts Neues: Wer bei eBay verkaufen möchte, muss eBay an seinem Gewinn teilhaben lassen und eine Angebotsgebühr und Provision bezahlen. Immer wieder werden neue eBay Gebühren berechnet, sodass der Verkäufer diese stets im Blick haben sollte. Sobald der Startpreis höher als ein Euro ist, beträgt die Provision momentan 10 %, und nach genauerer Betrachtung muss beim Verkauf eines Artikels im Wert von 300 Euro bereits eine Gebühr von 30€ an eBay überwiesen werden. Doch wohl eines der umstrittensten Themen sind die Versandkosten, an welchen sich einige Verkäufer stets versuchten zu bereichern, indem sie Artikel zu günstigen Preisen anboten, doch überhöhte Versandgebühren berechneten.

Doch dem hat eBay einen Riegel vorgeschoben. Im Jahr 2015 kam eBay dann mit einer neuen Gebührenverordnung heraus, die eine Provision auf die Versandeinnahmen berechnete.

Die alte Gebührenverordnung

Ab dem 6. Mai 2015 berechnete eBay Provisionsgebühren auf den Versand und der Verkäufer konnte die Kosten nur über Festpreisangebote auf den Käufer umlegen. Dabei verdient ein Verkäufer seit Jahren nichts mehr an den Versandgebühren, da eBay längst begonnen hatte überteuerte Versandgebühren abzumahnen. Doch das Auktionshaus wollte trotzdem an den Gewinnen durch die Berechnung von 10% der Versandkosten mitverdienen. Damit sicherte sich eBay weitere und vor allem neue Einnahmen.

Insbesondere bei geringen Verkaufserlösen machten sich diese Gebühren auf die Versandkosten negativ bemerkbar. Wer etwas für einen geringen Betrag versteigerte und für einen versicherten Versand von wertvollen Waren mehr ausgab, verzeichnete eventuell sogar ein Verlustgeschäft. Zahlt der Kunde überdies noch mit PayPal, verdient der Verkäufer noch weniger, da PayPal auch seinen Anteil einkassiert.

Was hat sich geändert?

Doch damit soll nun Schluss sein. Auch in diesem Jahr präsentiert eBay eine Gebührenänderung. Wer bisher regelmäßig als Privatperson bei eBay Produkte in Form von Online-Auktionen oder zu einem Festpreis verkauft hat, kann seit 19. März 2016 mit weiteren Änderungen rechnen. Das Unternehmen kündigt dabei an, dass durch neue eBay Gebühren – Angebots- und Verkaufsgebühren – das Verkaufen bei eBay für den Verkäufer günstiger wird. Anders als letztes Jahr eingeführt, möchte das Unternehmen nun sein Vorhaben revidieren und keine Verkaufsprovisionen mehr auf die Versandkosten berechnen, sondern lediglich auf den Artikelpreis. Jenes soll für alle Angebote gelten, die ab dem 19. März 2016 eingestellt wurden. Allerdings wird diese Gebührenumstellung noch nicht im Turbolister oder im eBay-App sichtbar, sodass sich die Verkäufer diesbezüglich noch gedulden müssen.

Privat-Auktionen ohne Angebotsgebühr

Bisher war es jedem Privatverkäufer auf eBay möglich bis zu 20 Produkte pro Monat kostenlos über eBay anzubieten, doch mittlerweile hat das Online-Auktionshaus diese Anzahl immer mal wieder erhöht und zum aktuellen Stand sollen die ersten 2.500 bei eBay von privat eingestellten Produkte pro Monat dauerhaft ohne Angebotsgebühr eingestellt werden können, sofern der Startpreis der Auktion bei 1€ liegt.

Lediglich die Verkaufsprovision bei erfolgreich abgeschlossener Auktion oder bei einem Festpreisverkauf fällt an. Ausgeschlossen davon sind Auktionen mit einer Laufzeit von 1 oder 3 Tagen sowie Auktionen, die automatisch wiedereingestellt wurden. Jedoch ist ein Galerie Plus Bild ebenfalls kostenlos in den 2.500 gebührenfreien Auktionen enthalten.

Angebotsgebühr entfällt für 20 Auktionen

Hinzu kommt, dass auch für die ersten 20 Auktionen, die den Startpreis von 1€ überschreiten, keine Angebotsgebühren anfallen. Außerdem können Sie Auktionen mit Sofort-Kaufen-Option und Festpreisangebote mit beliebigem Festpreis gebührenfrei anbieten. Erst ab dem 21. Festpreis- oder Auktionsangebot mit einem Startpreis höher als 1€ werden die gewohnten 50 Cent pro Angebot fällig.

Die Vorteile für Privatverkäufer

Kostenlos einstellen

Als Privatverkäufer gehen Sie kein Risiko ein, wenn Sie bei eBay ihre Produkte verkaufen. Denn bieten Sie Produkte privat hat, zahlen Sie in den meisten Fällen nur dann Gebühren, wenn Sie eine Auktion erfolgreich beenden. In diesem Fall fällt eine einheitliche Verkaufsprovision von 10% des Artikelpreises an. Weiterhin haben Privatverkäufer die Option ihre Angebote in allen Kategorien mit 12 kostenlosen Fotos zu ergänzen.

Die größte Erleichterung und Einsparung für private Verkäufer dürfte jedoch die Tatsache sein, dass die Provisionsgebühr auf die Versandkosten wegfallen und lediglich eine Verkaufsprovision in Höhe von 10% erhoben wird.

Die Ausnahmen

Allerdings ist zu erwähnen, dass für Privatverkäufer in den Kategorien Fahrzeuge, Sportboote, Flugzeuge generell keine Angebotsgebühr anfällt, aber bei der Auswahl der Zusatzoption Mindestpreis berechnet sich die Angebotsgebühr nach der Höhe des Mindestpreises. Ferner dürfen private Anbieter lediglich 9 identische Artikel in einem Angebot einstellen.

Ebenso ist unbedingt zu beachten, dass durch neue eBay Gebühren Kurzzeitauktionen von lediglich 1 – 3 Tagen nicht in den 2.500 gebührenfreien Auktionen mit einem Startpreis von 1€ enthalten sind, aber dennoch in den 20 Angeboten ohne Angebotsgebühr pro Monat. Daher sollten Verkäufer ihre Auktionsoptionen weise wählen und überprüfen, um das Höchstmaß an Einsparungen verzeichnen zu können.

Zusatzoptionen für bessere Verkaufschancen

Besonders hilfreich ist meist die Verwendung von Zusatzfunktionen und Feature, um in der Vielzahl an Artikel, die auf eBay angeboten werden, gefunden zu werden. Nutzen Sie daher auch Zusatzoptionen zur Erhöhung ihrer Sichtbarkeit, um ihre Verkaufschancen zu steigern. Sollten Sie ein Angebot in eine zweite Kategorie einstellen, fallen gegebenenfalls Gebühren für Zusatzoptionen für beide Kategorien an; das Einstellen in eine zweite Kategorie wird mit 50 Cent berechnet.

Ein Untertitel kann einen Artikel genauer beschreiben und Käufer auf ihr Produkt aufmerksam machen. Das Hinzufügen eines Untertitels kostet den Privatanbieter 50 Cent, eine Angebotsvorlage liegt bei 20 Cent. Der Turbolister und der Verkaufsmanager Pro werden kostenlos angeboten, und sind eine ideale Möglichkeit eine große Artikelanzahl im Auge zu behalten und automatisierte Vorgänge durchführen.

Hilfreiche Tipps wie du eBay Auktionsgebühren sparst:

Mit dem Gewinn bei eBay ist es ähnlich wie mit Kreditfinanzgeschäften. Stets muss man den Gewinn im Auge behalten, damit man nicht, durch entstehende Kosten, Verluste einfährt. Dafür ist eine präzise genaue Kalkulation notwendig, um zu ermitteln, was nach Abzug aller Gebühren und Kosten als tatsächlicher Wert übrigbleibt. Ebenso hält man es mit eBay – hält man die Auktionsgebühren gering, ist der Gewinn selbstverständlich höher. Mit den richtigen Tricks und Tipps können Sie alle tückischen Kostenfallen umgehen.

Shop-Abonnement

Auch wer gewerblicher Händler ist, kann mit Hilfe von kostenlosen Festpreisauktionen beachtliche Beträge einsparen. Durch ein Shop-Abonnement mit einem Basis-Tarif von 29,95€ – der günstigsten Variante – werden Klein- und Mittelstandsbetriebe beachtliche Einsparungsmöglichkeiten geboten.

Startpreisauktionen

Einst konnte man mit O-Cent-Auktionen ordentlich sparen, durch Reduzierung auf lediglich 20 Angebote, bleibt diese Option für Händler nahezu aus. Wer sichergehen möchte, dass seine Ware zu einem bestimmten Mindestpreis veräußert wird, sollte auf Sofortkauf-Auktionen oder Auktionen mit Startpreis setzen. Für gewerbliche Nutzer spielt der Startpreis hinsichtlich der Auktionsgebühren keinerlei Rolle, und beträgt immer 0,35€.

Außerdem erhalten Sie, je nach Shop-Abonnement, 400 bis unbegrenzte Festpreisangebote, oder ohne Shop 40 kostenlose Festpreisangebote, zur Verfügung gestellt.  Bei Privatanbietern sieht es anders aus, denn da entscheidet die Höhe des Startpreises über die anfallenden Auktionsgebühren, d.h. es ergibt Sinn Artikel für 99,99€ anzubieten und die niedrigere Gebührenstaffelung in Anspruch zu nehmen, als in die nächsthöhere Kategorie ab 100€ zu gehen.

Mehrere Artikel unter einer Auktion

Sollten Sie ein Produkt oder ein ähnliches Produkt mehrfach einstellen wollen, wie beispielsweise eine Handtasche, die in mehreren Farben verfügbar ist, sollten Sie diesen Artikel lediglich einmal listen und die Farbauswahlfunktion verwenden. Ebenso ergibt es für Buchverkäufer, die Restposten veräußern, oftmals mehr Sinn, eine Bücherkiste anzubieten anstatt jedes Buch einzeln einzustellen, und für jedes einzelne die Gebühren zu zahlen und die Logistik zu übernehmen. Ferner besteht das Risiko weniger oder keine Bücher zu veräußern.

Im Ausland anbieten

Sollte sich die angebotene Ware auch im Ausland gut vermarkten, wäre es eine Überlegung wert, diese mit internationalen Versandoptionen anzubieten, um mehr Kunden zu erreichen. Darüber hinaus können Sie ihren Artikel auch mit einem deutschen eBay-Konto direkt im Ausland handeln und Gebühren sparen: Bei ebay.de sind die Gebühren höher als auf ebay.com.

Regionale Spartermine beachten

Ferner gibt es sogenannte eBay Sparaktionen, die oftmals regional abhängig und unterschiedlich sind. Dabei handelt es sich um zeitliche begrenzte Rabatte für eBay Auktionsgebühren und Verkaufsprovisionen. Weitere Infos dazu, finden Sie hier: Onlinemarktplatz. Doch hier ist Vorsicht geboten, da einige internationalen Marktplätze diese Sonderkonditionen nur noch Mitgliedern des eigenen Landes gewährleisten.

Gebühren für Zusatzfunktionen einsparen

Anstatt Gebühren für Features wie Untertitel, Umrahmung, Highlight oder Fettschrift zu bezahlen, können Artikelbezeichnungen in Großbuchstaben verfasst werden, um ins Auge zu stechen.

Bildernutzung

Gewerbliche Nutzer erhalten 12 Bilder – inklusive Galeriebilder – kostenlos, und auch für die Wahl eines XXL-Fotos fallen keine Gebühren an. Jedoch müssen Privatanbieter die Bildernutzung zahlen, daher bieten sich Clouds oder externe Bilderdienste wie Flickr, 500px, Photobucket, Google Photos oder viele weitere Alternativen an.

Für alle Angebote können Sie 12 Fotos kostenlos hochladen – inklusive Galeriebild, das auf der Suchergebnisseite angezeigt wird. Auch für die Option XXL-Foto berechnet eBay keine Gebühren.

Design ändern kostenlos

Verkaufssoftware ermöglicht es kostenlose Design-Templates zu verwenden, und somit die 0,20€ des eBay Verkaufsformular und hausinterne Designs zu sparen. Beim Gratis-Turbo-Lister von eBay, welcher für das Windows-Betriebssystem angeboten wird, sind die Templates inklusive.  Die folgenden drei Vorlagenprogramme sind eine weitere empfehlenswerte Option: Etope Lister, Supreme Auction oder Auvo.

PayPal als Zahlungsmethode

Sicherlich ist PayPal eine ideale Zahlungsoption, die durch ihren Käuferschutz viele Käufer, insbesondere bei wertvollen Dingen, anlockt. Doch bei preisgünstigen Artikeln sollte bestmöglich darauf verzichtet werden, da die Gebühren, die PayPal für empfangene Zahlungen erhebt, überproportional hoch sind.

Mit Werbung Geld verdienen

Powerseller können mit Werbung Geld verdienen, indem sie nicht nur beim Versand mit Großabnahmen sparen, sondern auch von Verpackungsfirmen wie beispielsweise Packadds für Werbung bezahlt werden.

Neue eBay Gebühren | Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass neue eBay Gebühren für Privatverkäufer einige lukrative Vorteile bieten, und das Anbieten der Ware um ein Vielfaches günstiger und attraktiver machen. Mit den richtigen Tipps und Tricks können aber gewerbliche Händler sowie Privatverkäufer beachtliche Beträge einsparen und als Gewinn verzeichnen.

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