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Etsy Gebühren vs DaWanda Gebühren – Lohnt es sich einen Shop bei Etsy zu haben

Chris Grundy
16.03.2018

Seit Januar 2017 hat sich das Gebührenmodell für Verkäufer bei DaWanda erheblich geändert, sodass einige Verkäufer durch attraktivere Etsy Gebühren ihre Verkäufe auf DaWanda reduzieren oder einstellen. Laut Aussage des Unternehmens sollen die Händler durch das neue Modell von transparenten und fairen Preisen profitieren. Hierbei erhöhte sich die Verkaufsprovision von 5% auf 9,5%, wohingegen andere Gebühren jedoch vollständig entfallen. Von nun an können beispielsweise Verkäufer kostenlos in einer zweiten Kategorie einstellen.

Ferner sind zusätzlich entstehende Kosten für Zahlungsmethoden, wie PayPal, in der Provision enthalten. Die Gründerin und Geschäftsführerin der Kreativplattform verdeutlicht nochmal, dass dies in erster Linie keine beliebte Vorgehensweise sei, um Kunden zu begeistern, doch sei DaWanda hinsichtlich der inbegriffenen Leistungen immer noch günstiger als andere internationale Portale“. Ob Verkäufer tatsächlich profitieren, und ob letztendlich DaWanda günstiger als Etsy ist oder die Etsy Gebühren attraktiver bleiben, wollen wir nun prüfen!

Quelle: DaWanda. Verkäuferinformationen zur Preisänderung.

Etsy Gebühren auf der Überholspur

Anhand der Grafik ist erkennbar, dass auch die Transaktionsprovision für das Bezahlsystem „DaWanda-Portemonnaie“ enthalten ist. Vor Einführung des neuen Gebührenmodells betrug dies lediglich 1,9% des Produktpreises zzgl. Versand. Die Gebühr in Höhe von 0,30€ pro Zahlungseingang ist jedoch auch im neuen Modell erhalten geblieben. Außerdem müssen Händler bei der Einstellgebühr nur noch für das erste Produkt eines Angebots in Vorkasse treten. Alle weiteren werden erst beim Verkauf berechnet.

Etsy Gebühren im Überblick

Quelle: Etsy Gebühren. Fees for selling on Etsy and Pattern.

Die unterschiedlichen Etsy Gebühren

Einstellgebühren: Bei Etsy muss der Verkäufer keine monatlichen Mitgliedsgebühren zahlen, was wiederum bedeutet, dass er seine Handelstätigkeit auch einige Zeit ruhen lassen kann, ohne weitere Kosten decken zu müssen. Für jedes Gebot berechnet Etsy eine Einstell- und Wiedereinstellgebühr in Höhe von 0,20$. Die Auktion ist anschließend für 4 Monate online geschaltet. Danach müssen nicht verkaufte Artikel manuell oder automatisch wiedereingestellt werden. Diese Gebühr fällt selbstverständlich auch an, wenn der Artikel nicht verkauft wird.

Für die Bearbeitung eines Artikels fallen keine Etsy Gebühren an. Möchte man eine höhere Stückzahl als 1 einstellen, werden zunächst keine Einstellgebühren berechnet, sondern erst dann, wenn der Artikel verkauft wird. Kauft jemand ein oder mehrere Stücke eines Artikels, wird die Erneuerungsgebühr fällig. Auf der Etsy-Webseite kannst Du anhand verschiedener Verkaufsbeispiele sehen, welche Etsy Gebühren anfallen können.

Wholesale-Gebühren: Für alle Verkäufe, die über Etsy Wholesale getätigt werden, fällt eine standardmäßige Transaktionsgebühr von 3,5% auf den Groß-handelspreis (exklusiv Steuern und Versand) an. Diese Gebühr erscheint auf der Etsy Rechnung und sollte bei der Kalkulation der Etsy Gebühren einkalkuliert werden.
Transaktionsgebühren: Bei der Berechnung der Etsy Gebühren müssen auch Transaktions-gebühren berücksichtig werden. Für jede Transaktion außerhalb Kanadas und den USA fällte eine Gebühr in Höhe von 3,5% des Verkaufspreises an. Dabei sollte der Verkaufspreis bereits alle anfallenden Steuern beinhalten.

Werbekosten: Etsy bietet Händlern zwei unterschiedliche Möglichkeiten an, Werbung für Ihre Artikel zu schalten: Gesponserte Angebote und Google Shopping Ads. Hierfür berechnet die Handelsplattform verschiedene Etsy Gebühren, welche allerdings angezeigt werden, bevor die Werbekampagne geschaltet wird. Bei diesen Etsy Gebühren handelt es sich um flexible Kosten, da der Händler selbst entscheiden kann, wann und in welchem Umfang er Werbemaßnahmen durchführen möchte.
Versandkosten: In den USA bietet Etsy Verkäufern Versandlabels, deren Preis abhängig vom Versanddienst, Bestimmungsort, Gewicht und der Größe der Sendung sind. Auch in Deutschland gibt es für Händler günstige Abonnements bei unterschiedlichen Versanddienstleistern.

Etsy Payments: Durch Etsy Payments können Verkäufer und Käufer aus verschiedenen Zahlungssystemen wählen. Zur Verfügung steht zum Beispiel: Apple Pay, Android Pay, PayPal, Banküberweisung, Kreditkarte und Debitkarte. Für Transaktionen über Etsy Payment berechnet die Kreativhandelsplattform für jede Transaktion eine Transaktions-gebühr. Nichtsdestotrotz scheint Etsy gegenüber DaWanda dennoch einen Vorteil zu haben, denn durch die Einführung des sogenannten DaWanda Portemonnaies entstehen letztendlich hohe Gebühren und gleichzeitig bietet es dem Kunden weniger Komfort. Um das Geld letztendlich zu erhalten, muss man dieses zunächst auf das Konto auszahlen lassen. In diesem Sinne macht Etsy die Bezahlung um ein Vielfaches einfacher.

Währungsumrechnung: Jegliche Etsy Gebühren werden auf der Rechnung in US Dollar ausgeschrieben. Stellt man einen Artikel in einer anderen Währung als US Dollar ein, wird der Artikelpreis automatisch in Dollar konvertiert, um die Transaktionsgebühren berechnen zu können. Um unnötige Kosten zu vermeiden, empfiehlt die Plattform daher, den Artikel in der Währung des Bankkontos einzustellen, denn die Käufer sehen den Artikel in ihrer gewünschten Währung. Für jede Transaktion, die nicht in der bankeigenen Währung gelistet ist, fällt eine zusätzliche Umrechnungsgebühr von 2,5% an.

VAT (Digitale Produkte): Die sogenannte VAT (Value added tax) oder Umsatzsteuer wird auch auf digitale Produkte berechnet; d.h. Produkte, die über einen automatischen Download an Käufer in der EU, Indien, Neuseeland, Norwegen, Russland, Südafrika, Südkorea oder der Schweiz geliefert werden. Wird der Kauf über Etsy Payments getätigt, kümmert sich die Plattform selbst um den Umsatzsteuerausgleich und zahlt die entsprechende Steuer an die zuständigen Steuerbehörden. Für Verkäufe ohne Etsy Payment ist der Käufer für die Steuerabgabe an entsprechender Stelle zuständig.

Wie man unnötige Etsy Gebühren vermeiden kann

Selbstverständlich ist es jedem selbst überlassen, in wie weit er unnötige Etsy Gebühren vermeiden möchte. Insbesondere Umrechnungs- und Transaktionsgebühren können vermieden werden. Daher sollte man vorab überlegen, welche Zahlungsmethoden sinnvoll sind und welche nicht. Ferner kann es hilfreich sein, ein Bankkonto in verschiedenen Währungen zu führen. Doch auch hierbei sollte man beachten, dass Umrechnungsgebühren anfallen können. Möchte man Etsy Gebühren vermeiden, muss man sich strikt an die Nutzungsbedingungen von Etsy halten.

Ansonsten drohen einem Abmahnungen und Ausschluss von der Plattform. Beispielsweise betrachtet das Kreativportal jeden Versuch den Käufer auf eine andere Verkaufsplattform zu locken, um dort die gleichen Artikel anzubieten als Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen und Versuch Etsy Gebühren zu vermeiden. Was letztendlich in den Bereich der Hinterziehung von Etsy Gebühren fällt, kann man auf ihrer Webseite nachlesen.

Steuern beachten

Neben der Gebührenhinterziehung bei Etsy sieht auch das Finanzamt eine Steuerhinterziehung nicht gerne. Daher sollte man stets seine Einnahmen, die auf Etsy erzielt werden, versteuern. Der Verkäufer ist dafür verantwortlich, die entsprechenden Nachweise dem Finanzamt vorzulegen. Ebenso sind Händler, die außerhalb von Kanada und den USA Ihren Wohnsitz haben und Waren auf Etsy anbieten, dazu angehalten die anfallenden Steuern gegebenenfalls zu berechnen.

Um einen Einblick zu erhalten, wie die Besteuerung (VAT) in einigen Ländern gehandhabt wird, lies den folgenden Artikel. Man sollte daher auch unbedingt die Steuerlast bei der Berechnung der Etsy Gebühren beachten.

Vorteile von Etsy vs. DaWanda

Einer der lukrativsten Vorteile von Etsy sticht sofort ins Auge: Die Verkaufsprovision! Anders als DaWanda sind die Etsy Gebühren diesbezüglich mit lediglich 3,5% des Verkaufspreises um einiges geringer. Im Vergleich zu eBay (8,5% + mindestens 24,95€ Monatsgebühr) und Amazon Handmade mit 12 % ist DaWanda verhältnismäßig günstiger. Demzufolge lässt sich Amazon und eBay die Kundenreichweite königlich bezahlen, bietet ihnen dafür auch eine Vielzahl an Vorzügen. Auf dem Online-Kreativhandelsmarkt scheint Etsy jedoch in Sachen Beliebtheit ganz klar vorne zu liegen. Außerdem hat Etsy eine durchdachte mobile Version und App, deren Bedienung Spaß macht. Obwohl DaWanda seit einiger Zeit eine App veröffentlicht hat, scheint die Handhabung dieser weniger erfreulich.

Fazit | Etsy Gebühren

Angesicht der niedrigen Etsy Gebühren scheint die Plattform nicht umsonst sehr beliebt unter Kreativhändlern zu sein. Außerdem verfügt Etsy über einen großen Kundenstamm, der es Neulingen ermöglicht gefunden zu werden. Demgemäß lohnt es sich auf Etsy einen Shop zu führen und von den niedrigen Etsy Gebühren zu profitieren.

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