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Bei eBay verkaufen – alle Kosten im Überblick

Daniela Cherkova
30.07.2017

Bereits im Mai 2016 haben wir einen Artikel veröffentlicht, der alle Kosten beim Verkaufen auf eBay gegenüberstellt und Dir detailliert gezeigt hat, worauf Du als Verkäufer unbedingt achten solltest. Doch wie das im eCommerce oftmals ist, kommt es kontinuierlich zu Neuerungen und Änderungen der Gebührenmodelle.

Unser zuletzt veröffentlichter Artikel thematisierte die aktuellen Gebührenerhöhung des Versandgiganten Amazon, die in den letzten Monaten in Kraft getreten sind. Im Grunde war dies absehbar, da eBay häufiger die Gebühren erhöht und Amazon meist nachzieht.

Die Leidtragenden dieser neuen Gebührenordnung sind in diesem Fall die Verkäufer, sowohl die privaten als auch die gewerblichen Verkäufer. Doch wer muss in Zukunft mehr zahlen? Gibt es attraktive Vorzüge bei der aktuellen Gebührenänderung?

Muss seit dem aktuellen Update beim Verkaufen auf eBay mit hohen Kosten gerechnet werden? Was die Änderungen im Einzelnen bedeuten, erklären wir Dir deswegen in diesem Artikel.

Warum auf eBay verkaufen mit hohe Kosten verbunden ist

Bevor es zu der Änderung des Gebührenmodells kam, hatte eBay meist humane Gebühren für den Verkauf auf der Plattform. Doch in den letzten Monaten hat sich gezeigt, dass eBay umstrukturieren möchte.

Der Leitgedanke ist nun ein anderer als vorher, denn eBay möchte seine Händler für Wachstum und Zielsetzungen belohnen. Ebay Plus gerät somit immer mehr in den Fokus und wird mit einem höheren Händlerrabatt gefördert. Die zuvor gewährten Rabatte für den Status “Top Verkäufer” fallen aber weg.

Auf eBay verkaufen – neue Kosten im Überblick

Doch was ist nun seit Mai und Juli tatsächlich neu bei eBay? Am 1. Mai 2017 sind die neuen Gebühren in Kraft getreten und der Platin-Shop wurde eingeführt. Im Juli dieses Jahres erhalten eBay Plus Angebote 20% Rabatt und 10% Nachlass auf eBay-Garantie-Angebote (Top Verkäufer) fallen weg.

Seit Herbst gibt es nun auch den kostenpflichtigen Account-Manager für Premium-Shop-Abos. Zunächst macht dies den Anschein als würde auf eBay verkaufen zu Kosten auf Seiten der Privatverkäufer kommen, wohingegen gewerbliche Verkäufer belohnt werden. Ob dies wirklich so ist, wollen wir prüfen.  

Auf eBay verkaufen – Kosten für Privatverkäufer

Was hat sich für Privatverkäufer in den letzten Jahren geändert? Zunächst berechnete eBay die zehnprozentige Provision nach dem erzielten Verkaufspreis, doch seit geraumer Zeit gilt für die Berechnung der Gesamtpreis, d.h. Verkaufspreis zuzüglich Verpackungs- und Versandkosten.

Dies mag für kleine Artikel zunächst harmlos erscheinen, betrachtet man jedoch die Versandkosten von sperrigen Gütern, merkt man schnell, dass der Verkäufer tief in die Tasche greifen darf.

Beispiel:

Verkauft man einen Artikel im Wert von 300 Euro, so betrug die Verkaufsprovision bisher 30,00 Euro unabhängig von der Höhe der Versandkosten.

Seit dem neuen Gebührenmodell müssen Verkäufer bei gleichem Verkaufspreis bei Versandkosten von 40,00 Euro bereits 34 Euro Provision an eBay zahlen. Dabei sind Angebotsgebühren und Kosten für Zusatzfunktionen nicht berücksichtigt.

Darüber hinaus hat das Auktionshaus auch die 0-Cent-Auktionen für Privatverkäufer gestrichen. Zuvor konnte man bis zu 10 Auktionen mit einem Startpreis von 1,00 Euro ohne Angebotsgebühr einstellen. Zusammengefasst heißt das:

  • Beim Verkaufen auf eBay entstehen höhere Kosten bei der Verkaufsprovision, da diese auf den Gesamtpreis berechnet wird.
  • Keine 0-Cent-Auktionen mehr, sondern nur noch 20 Artikel pro Monat mit einer Angebotsgebühr von 0,50 Cent für den 21. Artikel.

Auf eBay verkaufen – geringere Kosten für gewerbliche Verkäufer

Anders scheint es bei gewerblichen Verkäufern auszusehen, denn der Auktionsgigant versucht seine Verkäufer zu motivieren und zu belohnen. Das sind zunächst einmal positive Nachrichten für Dich als gewerblicher Online-Händler.

Im April 2017 dieses Jahres hat eBay seine Neuerungen für Online-Händler gestartet. Dazu zählen zum einen die neuen Wachstumsrabatte und ein neues Shop-Abonnement. Doch leider gab es einige Anpassungen bei den Gebühren. Wir zeigen Dir nun, was sich geändert hat.

Erhöhung des eBay-Plus-Rabatts – eBay belohnt Wachstum

Künftig entfällt der eBay-Garantie-Rabatt, dafür wurde allerdings der eBay-Plus-Rabatt von 15 auf 20% der Verkaufsprovision erhöht. Um diese Vorteile genießen zu können, müssen die Händler eBay-Plus-Artikel schalten. Wie der Name bereits andeutet, gewährt eBay nämlich nur auf Plus-Artikel einen Rabatt.

Ebay Plus bringt Händler aber auch eine ganze Menge Vorteile und kann beim eBay verkaufen Kosten für Marketing sparen. Die Angebote gewinnen nämlich 87% an Sichtbarkeit und es kann davon ausgegangen werden, dass diese Angebote mehrfach gepusht werden.

Um den Wachstum zu fördern und die gewerblichen Händler auf eBay zu belohnen, erteilt eBay nun auch einen Wachstumsrabatt für Premium- oder Platin-Shops.

Änderung des Anzeigenformats

Das Anzeigenformat von eBay ist tatsächlich großartig und es ist dem Auktionshaus groß anzurechnen, dass es dieses Format immer mehr pusht. Als Online-Händler kannst Du auf Keywords bieten und bezahlst aber nur dann, wenn Deine Kampagne konvertiert.

Ebay verbessert die Anzeigenschaltung und ändert auch einige Aspekte hinsichtlich der Funktionalität. Somit geht eBay weg vom Top-Angebot in den einzelnen Kategorien und der Suche und fokussiert sich auf Anzeigen.

Ein Platin-Shop-Händler erhält beispielsweise 2.500€ Budget für seine Anzeigen, die wiederum in den Grundkosten inkludiert sind. Diese Entwicklung kommt Online-Händlern sehr zugute und ist dabei auch noch günstig. Gleichzeitig sorgen die Kampagnen für eine gute Konversion.

Neues Portal für Verkäufer

Ebenfalls neu ist das Händlerportal, das Abonnenten von Shops nutzen können. Hierbei kannst Du als Online-Händler bei mehreren Accounts die Performance Deiner Shops und Angebote analysieren und improvisieren.

Besonders praktisch ist die Funktion, dass sich mittlerweile mehrere eBay-Accounts in das Händlerportal integrieren lassen, denn dies erspart Dir viel Zeit, Aufwand und Kosten beim Verkaufen auf eBay. Im Portal erhältst Du wichtige Tipps und Tricks, wie Du Deine Angebote optimieren kannst, um somit Deine Verkäufe zu steigern.

Dabei berücksichtigt eBay auch die Konkurrenz, um eine angemessene Bewertung der Angebote vornehmen zu können. Außerdem gibt es für Premium- oder Platin-Shop-Händler auch Analysen für Preise und Inventar, was Dir bei der Durchsetzung gegen die Konkurrenz hilft.

Ferner erhalten Platin- und Premium-Händler monatlich 10% bzw. 20% Rabatt auf die Verkaufsprovision. Da eBay in Zukunft auf Auktionen setzt und sich durch diese eine hohe Konversionsrate erhofft, können Shop-Abonnenten (Premium und Platin) Festpreisangebote ohne Gebühr einstellen.

Du siehst also, es ist kein Hexenwerk auf eBay zu verkaufen und Kosten im Überblick zu behalten auch nicht.

eBay-Premium und Platin-Shop

Mit dem Platin-Shop führte eBay im Mai eine neue Kategorie ein und änderte dadurch die Struktur. Die Abonnenten haben die Möglichkeit einen Account-Manager zusätzlich zu buchen, dabei können Sie monatlich entscheiden, ob sie dies möchten oder nicht.

Das Wachstum des Handelsunternehmens wird mit attraktiven Rabatten belohnt, die bis zu 20% betragen können. Allerdings sind die Versandkosten nicht berücksichtigt. Ferner erhalten Platin-Shop-Händler einen “exklusiven Zugang” zum Wow!-Angebotsprogramm.

Doch damit ist noch lange nicht genug, denn sie erhalten zusätzlich einen eigenen Account Manager und eine Concierge-Betreuung gratis dazu. Erfolgreiche Platin-Shop-Händler können somit beim Verkaufen auf eBay die Kosten gering halten.

Dieses Modell richtet sich vor allem an Online-Händler, die auf Wachstum ihres Unternehmens setzen und höchste Ansprüche haben. Ebay lässt sich den Service auch gut bezahlen und die monatliche Abo-Gebühr beträgt 4.999,95€.

Die hohe Gebühr ist zunächst einmal eine beachtliche Summe, doch für Großhändler immer noch ein günstiges Angebot, denn es beinhaltet 2.500€ Anzeigenbudget inklusive 999,95€ für den Account Manager und viele Add-ons (Wow! Programm, Concierge-Service, Analysetools).  

Vorteile des Platin-Shops nutzen oder beim Verkaufen auf eBay Kosten sparen?

Welche Vorteile hat der Platin-Shop?

  • Hohe Wachstumsrabatte auf Verkaufsprovision
  • Kostenloser Account-Manager
  • Kostenloser Concierge-Service
  • Zugang zum eBay Wow! Programm
  • Kostenlose Festpreisauktionen

Es wird schnell klar, dass der Platin-Shop nur für eine sehr begrenzte Anzahl an Online-Händlern eine sinnvolle Investition ist.

Wer beim Verkaufen auf Ebay Kosten sparen möchte, sollte die kostengünstigere Variante des Premium-Shops oder Top-Shops wählen. Allerdings hat eBay die monatlichen Gebühren für diese Shops seit Mai angehoben, anstatt 54,95€ zahlen Top-Shop-Abonnenten nun 79,95€ und Premium-Shop-Händler 299,95€.

Dementsprechend wurden auch die Gebühren für das Jahresabo angeglichen, die genauen Beträge kannst Du der Tabelle unten entnehmen.

Premium-Abonnenten können seit diesem Herbst einen eigenen Key Account Manager für 999,95€ im Monat wunschweise dazu buchen. Dabei können sie jeden Monat entscheiden, ob sie diesen benötigen oder nicht. Dieser Key Account Manager besucht Dich vor Ort und berät Dich persönlich, wie Du Dein Online-Business auf Vordermann bringen kannst.  

Quelle: eBay Verkaufsportal. Stand: 27.10.2017

Auf eBay verkaufen – Kosten für Festpreisangebote und Auktionen

Quelle:  Ebay Verkäuferportal. Stand: 27.10.2017.

Festpreisangebote

Solltest Du keinen Premium- oder Platin-Shop haben, musst Du für Festpreisangebote eine Gebühr bezahlen. Jedoch räumt Dir eBay auch ohne Shop 40 kostenlose Festpreisangebote pro Monat ein. Jeder weitere Artikel kostet ohne Shop 0,35€, mit Ausnahme einiger Kategorien. Beim Basis-Shop oder Top-Shop belaufen sich die Kosten beim Verkaufen auf eBay pro Festpreisangebot auf 0,10€ bzw. 0,05€.

Auktionen

Ganz gleich, ob mit oder ohne eBay-Shop, beträgt die Angebotsgebühr für Auktionen für gewerbliche Verkäufer jeweils 0,50€. Beim Einstellen in die 2. Kategorie können zusätzliche Kosten entstehen.

Verkaufsprovision für gewerbliche Anbieter

Die Verkaufsprovision für gewerbliche Anbieter beträgt 8,5% des Gesamtpreises, welcher sich aus dem Artikelpreis sowie den Versand- und Verpackungskosten errechnet. In bestimmten Kategorien fallen abweichende Verkaufsprovisionen an.

Fazit

Grundsätzlich ist es positiv zu bewerten, dass eBay das Geschäftswachstum der Online-Händler fördert und mit Rabatten belohnt. Für eine relativ geringe monatliche Shop-Gebühr bietet der Marketplace ein vielseitiges Service-Paket mit zahlreichen Vorteilen, die einen Handel auf eBay erleichtern und optimieren.

Somit wird der Leistungsumfang der Shop-Abonnenten mithilfe von individuellen Tipps, Analysen und Beratungen signifikant erhöht. Die gestaffelten Shop-Angebote sind dabei ebenso positiv zu bewerten, da somit in Abstimmung mit den eigenen unternehmerischen Ansprüchen das passende Gebührenmodell gewählt werden kann.

Gerade Unternehmensgründer, die noch in der Startphase sind, können somit mit dem Basis-, Top- oder Premium-Shop einsteigen ohne beim Verkaufen auf eBay hohe Kosten decken zu müssen. Die von eBay eingeräumten Rabatte motivieren Händler, ihre Angebote stets zu optimieren und sorgen somit für ein besseres Kauferlebnis für die Konsumenten.

Die Schlussfolgerung daraus liegt auf der Hand: Mehr Käufer und eine höhere Konversationsrate. Wer als Händler Rabatte gewährt bekommen möchte, muss daher an seinen Listings arbeiten.

Um weitere Tipps zu erhalten, wie Du Deine Angebote suchmaschinenoptimieren kannst, lies unseren weiterführenden Artikel für die Optimierung Deiner Angebote auf eBay und Amazon.  

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