12 Minuten

DaWanda Gebühren | Welche Kosten verursacht Dein Shop?

Daniela Cherkova
12.03.2018

DaWanda Gebühren. Insbesondere im deutschsprachigen Raum ist DaWanda der führende Marktplatz für selbst hergestellte Unikate, Handgemachtes und Geschenke. Selbst wenn die DaWanda Gebühren nach wie vor günstiger als bei Amazon und eBay sind, lässt sich der beliebte Marktplatz seinen guten Service mit einem kleinen Obolus entgelten.

Doch welche Kosten verursacht Dein Shop insgesamt? Lohnt sich der Verkauf von selbst hergestellten Produkten oder sind die DaWanda Gebühren zu hoch? Um Dir einen guten Überblick zu verschaffen, haben wir alle DaWanda Gebühren für Dich zusammengetragen und gegenübergestellt.

DaWanda Gebühren – So viel kostet Dich Dein Shop!

Zahlungsmethode

Die Zahlungsmethode für Gebühren ist abhängig davon, ob Du Deinen Sitz in Deutschland oder Europa hast oder nicht. Verkäufer, die ihren Sitz in Deutschland oder Europa haben, können die Gebühren per SEPA-Lastschrift überweisen.

Darüber hinaus können auch Verkäufer, die ein deutsches Bankkonto besitzen problemlos und gebührenfrei die DaWanda Gebühren überweisen. Wer jedoch keine Möglichkeit hat, SEPA-Überweisungen durchzuführen, muss mit zusätzlichen Überweisungs- und Umrechnungsgebühren rechnen.

Ferner stellt der Marktplatz die Option zur Verfügung, die DaWanda Gebühren per PayPal zu überweisen. Für das Bezahlen mit PayPal fallen keine Gebühren an.

Verkaufsprovision

Letztes Jahr im Januar führte der Kreativmarktplatz die neuen DaWanda Gebühren ein und erhöhte die Verkaufsprovision von 5% auf 9,5%, was wiederum einer Steigerung von 90% entspricht. Einige DaWanda Gebühren sollten vollständig für Verkäufer entfallen, andere hingegen sind bereits enthalten.

Beispielsweise sind die Gebühren für die Zahlungsabwicklung über PayPal, die Transaktionsprovision DaWanda-Portemonnaie und die Einstellgebühr in der 2. Kategorie inklusive. Dabei schwankt die Einstellgebühr je nach Produkt zwischen 0,10€ und 0,30€. Die DaWanda Gebühr für jedes folgende Produkt wird bei Verkauf fällig.

Begründungen für die Gebührenerhöhung

Nach eigenen Angaben des beliebten Marktplatzes für Selbstgemachtes soll das neue Modell dazu dienen, dass alle Verkäufer eine transparente Preisgestaltung genießen können.

Dabei soll keine Ausnahme zwischen großen, kleinen, nationalen oder internationalen Verkäufern gemacht werden. Eine weitere Begründung für die Preiserhöhung um 90% liefert der Vergleich mit anderen Plattformen, die ähnliche Gebühren verlangen.

Als Rechtfertigung für die Preiserhöhung von 90% erwähnt DaWanda ebenfalls, dass die Gebührenmodelle der Konkurrenz zunächst günstig erscheinen, bei genauerer Betrachtung jedoch weit über 10% liegen.

DaWanda Gebühren im Vergleich mit anderen Marktplätzen

Betrachte man sich die Gebühren anderer Marktplätze, scheint es als hätte DaWanda in der Tat recht, dass die Konkurrenz höhere Gebühren verlangt.

Der neue Mitbewerber Amazon at Handmade verlangt immerhin 12% Provision, für qualifizierte Kunsthandwerker in Europa senkt Amazon at Handmade bis zum 31.07.2018 die Verkaufsprovision auf 7%. In dieser Gebühr sind das Marketing, die Zahlungsabwicklung und der Schutz vor Betrug enthalten.

Der bekannteste und international führende Marktplatz Etsy veranschlagt hingegen lediglich 3,5 % Verkaufsprovision, wobei die Einstellgebühr für ein Produkt 0,19€ beträgt und eine Transaktionsgebühr von 3,5% sowie Gebühren für die Zahlungsbearbeitung in Höhe von 4% + 0,30€ anfallen. Für einen detaillierten Vergleich der beiden Kreativgiganten, lies auch unseren Artikel zum Thema “Etsy vs. DaWanda“.  

Rechenbeispiel für ein Produkt für 25.00€:

DaWanda Gebühren: Fairness für internationale Händler

Ein großer Vorteil der Anpassung der DaWanda Gebühren ist nicht nur eine transparentere Preisgestaltung, sondern auch mehr Fairness für internationale Verkäufer. Diese können nun ihre Produkte für dieselben Kosten auf der Plattform verkaufen.

Einstellgebühren bei DaWanda

Eine weitere Änderung der DaWanda Gebühren betreffen die Einstellgebühren, denn von nun an werden diese für den ersten Artikel sofort fällig. Jedoch entfällt eine Einstellgebühr für das Einstellen eines Artikels in der zweiten Kategorie. Dies ist praktisch, wenn man eine beliebige Anzahl von einem Artikel einstellen möchte und nur für einen die Einstellgebühr bezahlt, doch werden weitere Artikel verkauft, fallen hierfür Gebühren an.

Bei einer maximalen Angebotslaufzeit von 120 Tagen, fallen je nach Verkaufspreis unterschiedliche DaWanda Gebühren an. Dabei orientiert sich DaWanda an folgendem Modell:

DaWanda Gebühren für das Portemonnaie

Es gibt aber auch gute Nachrichten, denn die DaWanda Gebühren für das Portemonnaie sind im neuen Modell bereits enthalten, sodass man 1,9% einsparen kann. Allerdings wird die einmalige Gebühr von 0,30€ trotzdem fällig. Das DaWanda Portemonnaie bietet Käufern die Möglichkeit, verschiedene Zahlungsmethoden zu wählen.

Letztendlich bedeuten die DaWanda Gebühren für das Portemonnaie aber mehr Kosten für die Verkäufer, denn das Geld muss man sich extra auszahlen lassen, anstatt es gleich auf das PayPal-Konto transferiert zu bekommen.

DaWanda Gebühren für zusätzliche Marketingoptionen

Um Deine Produkte besser zu vermarkten, bietet Dir DaWanda zusätzliche Möglichkeiten. Dabei kannst Du Deine Artikel auf Logenplätze buchen und erhältst attraktive Sparpakete mit einer gewissen Anzahl von Einblendungen:

Logenplatz (Zusatzoption)

Quelle: DaWanda Gebühren.

Startseitenbuchung (Zusatzoption)

Quelle: DaWanda Gebühren.

Welche Vorteile haben die neuen DaWanda Gebühren für Dich?

Nach Aussage des Marktplatzes sollen die neuen DaWanda Gebühren für mehr Transparenz hinsichtlich der Preisgestaltung sorgen. Darüber hinaus hieß es, dass das Niveau der Plattform dadurch gesteigert wurde, da “Hobbyverkäufer” oder diejenigen, die nicht ernsthaft am Online-Handel interessiert sind, abgeschreckt werden. Somit wäre eine große Anzahl “unprofessioneller Verkäufer” gezwungen, die Plattform zu verlassen

DaWanda Gebühren erstatten lassen

Sollte der Käufer nicht innerhalb der vorgeschriebenen 7 Tage zahlen, hast Du als Verkäufer die Möglichkeit ihm eine Zahlungserinnerung zukommen zu lassen. Hierfür musst Du Dich einfach in Deinen Account einloggen und unter den Verkäufen befindet sich ein Link “Zahlungserinnerung senden”.

Wird der ausstehende Betrag innerhalb der darauffolgenden 7 Tage nicht beglichen, kriegst Du die DaWanda Gebühren als Verkäufer zurückerstatten. Hierfür musst Du in Deine Rechnungsübersicht und die Option “Gebühren der Bestellung stornieren” wählen.

Weiter Ausgaben

Die Anmeldung und das eröffnen eines DaWanda-Shops ist unkompliziert und schnell. Mit nur wenig Klicks kannst Du völlig kostenlos Deinen Shop eröffnen. Doch bevor Du richtig mit Deinem Shop auf DaWanda durchstarten kannst und an das Bezahlen der ersten DaWanda Gebühren denken musst, solltest Du alle rechtlichen Formalitäten erledigen.

Hierzu zählt auch die Gewerbeanmeldung. Sobald Du etwas herstellst und die Absicht hast, es zu verkaufen, bist Du gewerblich tätig. Das heißt, dass Du auf Deiner zuständigen Gemeinde ein Gewerbe anmelden musst und hierfür eine entsprechende Gebühr zahlen musst. Diese Gebühr ist abhängig von der Region und kann zwischen 25€ und 40€ betragen. Das Formular für die Anmeldung erhältst Du hier.

Zusätzlich zu den genannten DaWanda Gebühren und Kosten gibt es eine Pflichtversicherung, welche die Kosten von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten übernimmt: Die Berufsgenossenschaft. Solltest Du weniger als 100 Arbeitstage (8 Stunden = 1 Arbeitstag) jährlich in Deinem Unternehmen arbeiten, kannst Du Dich auf Antrag von der Versicherungspflicht befreien.

Kosten und Ausgaben richtig kalkulieren

Jeder Kunsthandwerker sollte beim Verkauf seiner selbst gemachten Produkte nicht nur die DaWanda Gebühren im Blick behalten, sondern auch die Kosten und Ausgaben für Materialien und Marketing. Sind die Kosten für Produktion und Marketing inklusive der DaWanda Gebühren zu hoch, ist die Gewinnspanne zu gering.

Schlimmstenfalls verzeichnet der Verkäufer sogar Verluste, sodass sich das Geschäft gar nicht rentiert. Die Materialien für die Herstellung der Produkte kann teuer sein. Insbesondere für Kunsthandwerker, die kleinere Mengen verkaufen kann es kostspielig werden, da sie keine Mengenrabatte bei Großhändlern erhalten.

In manchen Fällen müssen die Materialien vorher bearbeitet oder vorgewaschen werden, was wiederum neben der Produktion zusätzliche Energiekosten verursacht. Darüber hinaus sollten Kunsthandwerker nicht vergessen, dass ihre Maschinen auch gewartet und manchmal repariert werden müssen.

All diese Kosten müssen in der Kalkulation des Verkaufspreises beachtet werden.

Kosten für Marketing

Möchte man ein professionelles Kunsthandwerk betreiben, dann sollte man unbedingt einen guten Eindruck beim Kunden hinterlassen. Kleine Give-aways und ein eigenes Label bleiben Kunden positiv im Gedächtnis und wird Sie zu weiteren Käufen animieren.

Ein eigenes Label, Visitenkarten, Stempel und Aufkleber gehören zum Marketingmaterial eines professionellen Kunsthandwerkers. Gegebenenfalls möchtest Du ein Corporate Design entwickelt und benötigst einen Mediengestalter.

DaWanda Gebühren – Fazit

Betrachtet man sich die DaWanda Gebühren, fallen diese im Vergleich zu anderen Kreativmarktplätzen sehr gering aus. Trotz der Gebührenerhöhung ist DaWanda weiterhin günstiger als Etsy und Amazon Handmade, wobei man natürlich anmerken muss, dass Amazon eine größere Reichweite und einen größeren Kundenstamm besitzt.

Wer allerdings auf DaWanda verkauft und ins Kreativhandwerk einsteigt, sollte sich nicht nur auf die klassischen DaWanda Gebühren konzentrieren, sondern auch auf die eigenen Ausgaben für Produktion und Marketing. Um lukrativ auf DaWanda verkaufen zu können, muss der Verkaufspreis angemessen kalkuliert sein, um Profit zu erzielen.

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Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann schauen Sie sich diesen Beitrag: DaWanda Erfahrungen – Etsy vs. DaWanda

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